Übersicht zu den Leistungen der Pflegekasse

Pflegegeld, Pflegesachleistungen, Entlastungsleistungen, Verhinderungspflege und auch die Kurzzeitpflege – viele mögliche Leistungen … aber ein Dschungel aus Vorschriften und Richtlinien.

Nach unseren aktuellen, fundierten Erfahrungen werden Sie als Interessierter oder bereits Leistungsberechtigter an dieser Stelle nur unzureichend unterstützt, aufgeklärt oder sogar allein gelassen. Damit ist jetzt Schluss.

Denn, Ihre wohlverdiente Entlastung als pflegender Angehöriger ist uns wichtig und wertvoll.

Ihnen stehen gesetzlich viele Leistungen zu Ihrer eignen Entlastung zu, die Ihnen möglicherweise fremd sind. Wir von TopBetreuung übernehmen für Sie die Prüfung aller Ansprüche und entlasten Sie von jeglicher „Bürokratie“ und Antragsverfahren. Wir stehen an Ihrer Seite und bringen Licht in den „Pflege-Dschungel“.

Die Leistungen der Pflegekassen im Überblick

Im Allgemeinen gibt es für die Pflege und Betreuung die folgenden Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung, je nach Pflegegrad (PG) des Betroffenen:

PG 1

PG 2

PG 3

PG 4

PG 5

Pflegegeld (monatlich)

–   €

316 €

545 €

728 €

901 €

Pflegesachleistungen (monatlich)

–   €

689 €

1.298 €

1.612 €

1.995 €

Verhinderungspflege (jährlich)

–   €

1.612 €

1.612 €

1.612 €

1.612 €

Kurzzeitpflege (jährlich)

–   €

1.612 €

1.612 €

1.612 €

1.612 €

Entlastungsbetrag (monatlich)

125 €

125 €

125 €

125 €

125 €

 

Entlastungsbetrag

Pflegebedürftigen aller Pflegegrade steht gemäß §45b SGB XI der monatliche Entlastungsbetrag über 125 € zu (jährlich 1.500 €). Dieser Betrag ist zweckgebunden einzusetzen für qualitätsgesicherte Leistungen zur Entlastung pflegender Angehöriger und vergleichbar Nahestehender in ihrer Eigenschaft als Pflegende sowie zur Förderung der Selbstständigkeit und Selbstbestimmtheit der Pflegebedürftigen bei der Gestaltung ihres Alltags (Bundesministerium für Gesundheit).

Wird der monatliche Leistungsbetrag in einem Kalendermonat nicht (vollständig) ausgeschöpft, wird der verbliebene Betrag in die darauffolgenden Kalendermonate übertragen. Erst am 30 Juni verfällt der Leistungsbetrag des vergangenen Kalenderjahres.

Der Entlastungsbetrag kann verwendet werden für

  • Leistungen der Tages- oder Nachtpflege
  • Leistungen der Kurzzeitpflege
  • Leistungen zugelassener Pflegedienste
  • Leistungen der nach Landesrecht anerkannten Angebote zur Unterstützung im Alltag, wie TopBetreuung

Durch Angebote zur Unterstützung im Alltag sollen zum einen Pflegepersonen entlastet und zum anderen soll Pflegebedürftigen geholfen werden, möglichst lange in ihrer häuslichen Umgebung zu bleiben, soziale Kontakte aufrechtzuerhalten und den Alltag möglichst selbständig zu bewältigen.

Kostenerstattung für die entstandenen Aufwendungen

Bei der Pflegekasse des Pflegebedürftigen müssten jeweils Belege eingereicht werden, aus denen gemeinsam mit einem Antrag auf Erstattung der Kosten hervorgeht, für welche Leistungen den Pflegebedürftigen Eigenbelastungen entstanden sind. Zudem müssten Sie angeben, in welcher Höhe dafür angefallene Kosten aus dem Entlastungsbetrag erstattet werden sollen. Weiterhin muss diese Hilfe durch zertifizierte und anerkannte Helfer erfolgen.

Mit Hilfe einer üblichen Abtretungserklärung übernimmt TopBetreuung die Beantragung, Abrechnung und damit den gesamten Schriftkram für Sie.

Pflegegeld (Finanzielle Unterstützung)

Das Pflegegeld ist eine finanzielle Leistung der Pflegeversicherung und wird direkt an die Pflegebedürftige Person gezahlt. Diesem steht das Geld zur freien Verfügung- bspw. kann der Pflegebedürftige das Geld als finanzielle Anerkennung an pflegende Angehörige weitergeben. Das Pflegegeld wird jedoch nur dann gezahlt, wenn der Pflegebedürftige regelmäßige Beratungsbesuche (Pflegepflichteinsatz) durchführen lässt. Die Kosten für die entsprechenden Beratungsbesuche übernimmt die Pflegekasse[1].

Um eine optimale und auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmte Pflege zu gewährleisten, können Sie das Pflegegeld mit der Inanspruchnahme von ambulanten Pflegesachleistungen kombinieren. Zu den ambulanten Pflegesachleistungen zählen aber nicht nur die Unterstützung durch ambulante Pflegedienste, sondern auch die Begleitung durch ambulante und nach Landesrecht anerkannte Betreuungsdienste – wie TopBetreuung. Diese ambulanten Dienste unterstützen Sie und Ihre Familie im Alltag, damit Sie als pflegender Angehörige Beruf, Pflege und Betreuung besser organisieren können.

Allgemein gilt:

  • Pflegebedürftige mit Pflegegrad 2 können 40% des Pflegesachleistungsanspruchs für anerkannte Angebote zur Unterstützung im Alltag in Anspruch nehmen (Umwandlung)

Zu beachten ist dabei, dass sich durch den Bezug von ambulanten Pflegesachleistungen das Pflegegeld anteilig im Verhältnis zum Wert der in Anspruch genommen ambulanten Sachleistungen verringert. Hier beraten wir Sie seitens TopBetreuung gerne professionell und abgesichert.

Umwandlungsanspruch der Pflegesachleistungen

Zusätzlich zum Entlastungsbetrag können Sie somit auch bis zu 40% des Leistungsbetrags der Pflegesachleistungen für die Unterstützung im Alltag durch nach Landesrecht anerkannte Angebote– wie TopBetreuung- nutzen. Dabei können Sie den Umwandlungsanspruch und den Anspruch auf den Entlastungsbetrag auch unabhängig voneinander aufrufen.

Nutzen Sie einen Teil Ihres ambulanten Sachleistungsbetrags für Leistungen eines ambulanten Pflegedienstes und einen anderen Teil für den Umwandlungsanspruch, dann werden der Betrag der Sachleistung und der Umwandlungsbetrag zusammengerechnet. Ist damit der gesamte Pflegesachleistungsbetrag noch nicht vollständig ausgeschöpft, kommt im Rahmen dieser Kombinationsleistung auch noch das anteilige Pflegegeld in Betracht.

Zu beachten ist jedoch weiterhin: Pflegebedürftige, die Pflegegeld aber keine ambulanten Pflegesachleistungen von einem Pflegedienst beziehen, müssen je nach Pflegegrad halb- oder vierteljährlich einmal einen Beratungsbesuch abrufen.

Ein Rechenbeispiel (in Anlehnung an das Bundesministerium für Gesundheit)

Ein Pflegebedürftiger des Pflegegrades 3 bezieht von einem ambulanten Pflegedienst jeden Monat Sachleistungen in Höhe von 908,60 Euro, das sind 70 Prozent des in Pflegegrad 3 für ambulante Sachleistungen vorgesehenen monatlichen Leistungsbetrags von 1.298 Euro. Weitere ambulante Sachleistungen benötigt der Pflegebedürftige nicht. Er möchte jedoch ein nach Landesrecht anerkanntes Angebot zur Unterstützung im Alltag nutzen, das eine kontinuierliche Pflegebegleitung für pflegende Angehörige anbietet. Hierfür kann er seinen Entlastungsbetrag in Höhe von bis zu 125 Euro monatlich ein­setzen. Um seiner Frau, die ihn jeden Tag pflegt und betreut, mehr Entlastung durch Alltagsbegleiter zu geben, will er zusätzlich aber auch den nicht genutzten Teil des ambulanten Sachleistungsbetrags entsprechend umwidmen. So kann er im Rahmen des Umwandlungsanspruchs für die Pflegebegleitung eine zusätzliche Kostenerstattung in Höhe von 389,40 Euro pro Monat erhalten. Da er hierdurch den ambulanten Pflegesachleistungs­betrag insgesamt voll ausnutzt, bekommt er daneben jedoch kein anteiliges Pflegegeld mehr.

Um eine Kostenerstattung zu erhalten, müsste der Pflegebedürftige oder sein Angehöriger auch hierfür die entsprechenden Belege und einen Antrag auf Kostenerstattung bei seiner Pflegekasse einreichen.

Mit Hilfe der Abtretungserklärung übernimmt TopBetreuung die benötigte Beantragung, Abrechnung und die aufwendige, zum Teil nervenaufreibende Bürokratie für Sie.

Kurzzeitpflege

Von Kurzzeitpflege spricht man dann, wenn eine pflegebedürftige Person für eine begrenzte Zeit einer vollstationären Pflege bedarf, bspw. nach einem Krankenhausaufenthalt oder wenn die häusliche Pflege für eine bestimmte Zeit ausgesetzt werden muss oder soll. Für eine beschränkte Dauer von 56 Tagen im Jahr übernehmen die Pflegekassen die Kosten einer stationären Unterbringung.

Die Höhe der Leistungen der Kurzzeitpflege beträgt bis zu 1.612 Euro im Jahr und kann zusätzlich mit der Verhinderungspflege kombiniert werden.

Verhinderungspflege

Wenn Sie als private Pflegeperson wegen Urlaub, Krankheit oder aus sonstigen Gründen die Betreuung Ihres pflegebedürftigen Angehörigen für eine bestimmte Zeit nicht übernehmen können, übernimmt die Pflegekasse

  • die Kosten für eine notwendige Ersatzbetreuung für längstens sechs Wochen jährlich oder
  • für eine stundenweise Vertretung (weniger als 8 Stunden am Stück) über das Jahr verteilt.

Die Voraussetzungen für die Kostenübernahme von bis zu 1.612 € jährlich durch die Verhinderungspflege sind

  • Mindestens Pflegegrad 2 der pflegebedürftigen Person
  • Es gibt seit mind. 6 Monaten eine eingetragene Pflegeperson
  • Pflegebedürftige Person wird ambulant u.a. von Angehörigen betreut
  • die Person der Verhinderungspflege ist nicht mit der pflegebedürftigen Person bis zum zweiten Grade verwandt oder verschwägert und lebt auch nicht mit dem Pflegebedürftigen in häuslicher Gemeinschaft
  • die zu pflegende Person wird nicht ausschließlich durch einen Pflegedienst betreut

Bei einer Verhinderungspflege von mehr als 8 Stunden täglich bzw. von mehreren Tagen oder Wochen am Stück ist zu beachten, dass das Pflegegeld in dieser Zeit nur noch zur Hälfte des bisher bezogenen Pflegegeldes weitergezahlt wird.

Ein Beispiel (In Anlehnung an das Bundesministerium für Gesundheit)

Die Pflegeperson erkrankt an 15 Tagen. Während dieser Zeit wird Verhinderungspflege gewährt. Vor der Verhinderungspflege wurde Pflegegeld für Pflegegrad 4 in Höhe von 728 Euro monatlich bezogen. Für den ersten und letzten Tag der Ersatz­pflege wird das volle Pflegegeld bezahlt (2/30 von 728 Euro). An den übrigen 13 Tagen wird noch ein hälftiges Pflegegeld in Höhe von 157,73 Euro gezahlt (50 Prozent von 728 Euro = 364 Euro x 13/30 = 157,73 Euro). Danach wird das Pflegegeld wieder in voller Höhe gezahlt.

Wird die Verhinderungspflege hingegen nur stundenweise (weniger als 8 Stunden täglich) über das Jahr verteilt abgerufen, z. B. wenn Sie als pflegender Angehöriger an einem Abend ins Theater gehen möchten

  • schaffen Sie sich kleine Auszeiten im Alltag, indem Sie bspw. für einige Stunden im Monat ihre Betreuungsverantwortung komplett abgeben
  • besteht weiterhin ein Anspruch auf das volle Pflegegeld.

Die Verhinderungspflege bietet Ihnen damit eine weitere mögliche Entlastung in Ihrem fordernden Betreuungsalltag.

Zusätzlich zu den Leistungen der Verhinderungspflege können Sie bis zu 50% des Leistungsbetrags für die Kurzzeitpflege (bis zu 806€ im Kalenderjahr) für die Verhinderungspflege und somit zu Ihrer eigenen Entlastung nutzen.

Für die Beantragung der Verhinderungspflege (auch in Kombination mit der Kurzzeitpflege) nutzt jede Pflegekasse eigene Formulare. Die durch die Verhinderungspflege entstandenen Kosten werden Ihnen erst nach Einsendung der entsprechenden Rechnungen erstattet.

Mit Hilfe einer einmalig geschlossenen Abtretungserklärung übernimmt TopBetreuung jedoch auch die Beantragung der Verhinderungspflege, die Abrechnung und den Schriftkram für Sie.

Ihnen stehen also neben dem Entlastungsgeld von 1.500 € und den bis zu 40% der Pflegesachleistungen weitere 2.418 € der Verhinderungspflege in Kombination mit der Kurzzeitpflege jährlich unter anderem für die Entlastung durch anerkannte Betreuungsdienste, wie TopBetreuung, zur Verfügung.

Da TopBetreuung ein nach Landesrecht anerkannter Betreuungsdienst zur Unterstützung im Alltag ist, rechnen wir die von uns erbrachten Leistungen für Sie im Rahmen der vorhandenen Budgets direkt mit Ihrer Pflegekasse ab.

TopBetreuung übernimmt zwar all den lästigen Papierkram für Sie und Ihre Angehörigen- Über Ihr Nutzerprofil haben Sie aber zu jeder Zeit die Übersicht und die volle Kontrolle über

  • die Ihnen zustehenden Leistungen und
  • die Anzahl der gebuchten Entlastungsstunden.

Ihren gewünschten Leistungsumfang können Sie jederzeit flexibel und individuell anpassen.

 

Ihnen sind das zu viele Informationen auf einmal? Sie benötigten jemanden an Ihrer Seite, der sich kümmert und der Sie persönlich berät?

Dann nutzen Sie gerne auch unser umfangreiches, kostenpflichtiges Beratungsangebot.

[1] Wenn Sie als Kunde bisher nur Pflegegeld nutzen, nicht aber die Kombileistung aus Pflegegeld und Pflegesachleistung, dann müssen Sie einen kurzen Zweizeiler formulieren, mit dem Sie die Krankenkasse informieren, dass Sie Pflegesachleistungen nutzen möchten – übernimmt TopBetreuung auf Wunsch für Sie!